FAQ-Designprozess

Briefing

 
Geplante Grundstruktur des zukünftigen Gerätes klären / Auskunft über technologisch konstruktive Bedingungen und betriebswirtschaftliche Ziele des AG / Einschätzung u. Quellen zu Mitbewerbern des AG / Unbedingte Anforderungen und Benutzerführung aus Sicht des AG / Wissensstand für Designer und Ingenieure abgleichen, Designziel formulieren / Pflichtenheft vervollständigen.
 

Designkonzept

 
In diese Rubrik fallen alle aus dem Punkt Briefing-Design entstehenden Schlussfolgerungen, besonders aus den technischen Vorgaben und den unbedingten Anforderungen der Ergonomie. Die Auflistung und Bewertung dieser Punkte ergibt einen ersten Überblick, um z.B. die räumliche Struktur zu klären. Daraus ergeben sich dann ganz praktische Zusammenhänge zur Integration von Form und Funktion in ersten Entwurfsskizzen.
 

Skizze-Entwurf

 
Erste Hand-Zeichnungen zur Ideenfindung und Verständigung mit dem Kunden. Hier sagen Skizzen mehr als viele Worte. Die Skizze steht immer noch am Anfang des Designprozesses. 2D-Zeichnungen, die z.B. mit "Copic Marker" angelegt wurden, verdeutlichen die plastisch-räumliche Wirkung. Die Gestaltungsidee wird geboren und ist im Wesentlichen Bestandteil des nachfolgenden gesamten Designprozesses.
 

3D-Entwurf

 
Hier wird die räumlich-plastische Wirkung mit realen CAD-Daten als Volumen und Perspektive angelegt. In der Durcharbeitung der Oberflächen werden Fokussierungen gesetzt, um Wesentliches hervorzuheben. Die reale Anmutung wie Glanz, Struktur und Transparenz der Oberflächen werden mit Photoshop punktuell verfeinert.
 

CAD-Modell

 
Die Proportionen und Maße entsprechen dem angestrebten Ziel, um anschließend die Daten zur Außenform mit der Konstruktion mehrfach auszutauschen und abzugleichen. Genauigkeit und Zeitaufwand bei der Erstellung des endgültigen Datensatzes nebst Fertigungszeichnung sind hoch und erfordern in der Regel einen seperaten Konstrukteur, welcher mit dem Designer eng zusammenarbeitet.
 

3D-Rendering

 
Verwendung des fertigen 3D-Modells im virtuellen Fotostudio und als Grundlage für die Animation von Produktvideos. Die realistische Farb- und Materialbelegung den einzelnen Flächen zuzuweisen und die Beleuchtung einzurichten, ist natürlich erst mal aufwendige Handarbeit im jeweiligen CAD-Programm.
 

Konstruktive Invariante

 
Darunter ist zu verstehen, dass die von einem Designer entworfene konstruktive Invariante einen Entwurf darstellt, welcher durch den Grad seiner Durcharbeitung assoziierende Elemente einer technischen Lösung beinhaltet, die der Konstrukteur aufgreifen, vervollständigen, funktionell weiterentwickeln oder variieren kann, ohne dabei die entworfenen gestalterischen Merkmale verändern zu müssen. Damit entsteht eine konkrete Vorleistung zur effektiven Umsetzung des Designentwurfes im technischen Entwicklungsprozess.
 

Prototyping-Modellbau

 
Je nach Größe und Maßstab sind im Prototyping-Verfahren Teilfertigungen direkt aus dem CAD-Datensatz nach Konvertierung möglich. Kombiniert mit konventionellem Modellbau entsteht ein Designmodell bzw. Gehäuse. Für alle Verfahren gilt jedoch weiterhin das Finish aller Oberflächen mit Füllspachtel, Schleifen und Lackieren.
 

Prototyp

 
Der Prototyp enthält in seinem Ergebnis schon die originalen technischen Funktionen, aber seine äußeren Designmerkmale sind noch mit unvollständiger Serientechnologie ausgestattet, welche dann z.B. durch Prototypingverfahren für einzelne Gehäuseteile ersetzt werden. So wurden die von mir erstellten CAD-Gehäuseteile z.B. direkt im Prototyping (Lasersintern) verwendet und gefertigt.
 

Serie

 
Die Serie ist nun das eigentliche Ziel und der Zweck meiner Entwürfe. Das Aufsuchen der Produktionsstandorte, das Aufnehmen von Hinweisen, um gegebenenfalls kleine Korrekturen vornehmen zu können, ist Teil meiner Arbeit als Designer.
 

Welche Rolle spielt das Urheberrecht für Designer und ihre Auftraggeber?

 
Seit Inkraftsetzung des neuen Urheberrechts (UrhG) 2002/ 2003 betrachtet der Gesetzgeber nun die Schaffung von gestalterischen Werken nicht nur als eine Dienstleistung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), sondern sie ist im Sinne des UrhG auch eine persönliche, geistige Schöpfung, was u.a. bedeutet, dass sich die Gesamtvergütung für eine Designleistung praktisch in eine nachvollziehbare Entwurfs- und Nutzungsvergütung gliedert.
 

Wie werden Designleistungen kalkuliert und vergütet?

 
Vergütung und Unkosten: Wie in jeder anderen Branche existieren unterschiedliche betriebswirtschaftliche Modelle, um Stundensätze, Tage-Pauschalen oder Lizenzen zu berechnen. Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, Grundlage sollte immer eine kaufmännisch fundierte Finanzplanung sein, die mit dem UrhG korrespondiert. Die Gesamtvergütung für eine Designleistung sollte deshalb grundsätzlich differenziert dargestellt werden, was insbesondere Auftraggebern Rechtssicherheit bietet. Als bewährtes Beispiel kann sich eine Gesamtvergütung aus folgenden Einzelpositionen zusammensetzen:
 
Entwurfsvergütung
Nutzungsvergütung
Vergütungen für sonstige Leistungen
Material und Organisationskosten
Fremdkosten
 
Das Ziel einer jeden Auftragskalkulation ist natürlich einerseits die Erwirtschaftung einer positiven Umsatzrendite für den Designer, andererseits muss die Kalkulation eine lohnende Investition für einen Auftraggeber darstellen. Eine ausgewogene Relation der Interessen ist für beide Vertragsparteien hier vorteilhaft, sie garantiert ein konstruktives Miteinander und letztlich den Erfolg.
 

Ich benötige ein Angebot. Wie funktioniert das?

 
Ein Angebot einzuholen ist neben der Kostenübersicht auch das Bekenntnis, sich zu dem einen oder anderen Profil eines Designers zu bekennen oder zumindest sich zu interessieren. Wichtig für einen Designer bei einer Angebotsanfrage ist es, ausreichend Informationen über die zukünftige Produktentwicklung eines Auftraggebers zu bekommen. Damit verbindet sich auch die Information, welche Erfahrungen man bis dahin mit Design hat. In jedem Fall bitte ich Sie, nach einer persönlichen Kontaktaufnahme ein schriftliches Briefing an Glier Produktdesign zu senden, in dem folgende Punkte benannt sind:
 
Ihre Firma (vollständige Anschrift )
Ansprechpartner (Kontaktdaten digital per E-Mail )
Produktbezeichnung (Foto, kurzer und beschreibender Name)
Produktbeschreibung (Abmaß-Zeichnung, wichtige Funktionen, Werkstoffe u. Technologien)
Marktsituation (Zielgruppe, Stückzahl pro Jahr)
Vereinbarungen (Geheimhaltung, Rechtsschutz usw.)
Termine
 
Ich melde mich umgehend per Mail oder telefonisch und vereinbare mit Ihnen eine zeitnahe Übergabe des Angebotes.
 

Kontakt

 
Bernd Glier, 16341 Panketal b. Berlin, Braunlager Straße 19a
T +49 (0) 30 426 2135